Frankreich 2015

Frankreich 2015
Pyrenäen Canigou-Massiv

Donnerstag, 24. September 2015

21.8.2015: Die erste Tour bringt mich fast um

Abenteuer Pic de la Pena


Wir sind am Vortag, 20.8. in Beau Vallon angekommen, recht spät, so dass wir nur noch einkaufen in Prades waren und sonst nichts mehr auf die Beine brachten. 

Aber am nächsten Tag! Eigentlich wollten wir nur kurz rüber nach Vernet-les-Bains und Kaffee trinken und unterwegs noch mal nach der alten Tambour (Bremsbergtrommel) schauen (siehe Bericht von 2014: Klick). Leider war sie in diesem Jahr in einem noch schlechteren Zustand als im vergangenen:


Der Weg war eigentlich gesperrt, aber da niemand zu sehen war haben wir das ignoriert.

In Vernet tranken wir wie beabsichtigt auf der Place de la Republique unseren Kaffee - und trafen die spontane Entscheidung zum Hausberg von Vernet, dem Pic de la Pena hinaufzuwandern.

Vernet liegt ungefähr 660m hoch, der Pic ungefähr 1060m - das hatten wir aber großzügig übersehen, und auch, dass es in engen und steilen Serpentinen, praktisch in der Falllinie den Berg hinaufging. 


Nein, das war nicht schön für mich: Ich musste mehrfach unterwegs Rast machen, weil mich die Kräfte verließen. Sabine dagegen fand überhaupt nichts dabei. Wenigstens hatte ich genügend Wasser im Rucksack und konnte ab und zu eine Pause herausschinden.

Oben angekommen belohnte uns wieder der atemberaubende Blick auf die Berge des Canigou-Massivs - und ich sah dem folgenden Weg hinüber zur Tour de Goa gelassen entgegen.

Wieder ein Irrtum meinerseits: Hatte ich den Weg im Vorjahr noch als recht gemütlich in Erinnerung, so war die Situation diesmal völlig anders, denn wir wanderten in entgegengesetzter Richtung. Das hieß immer wieder bergauf mit kleinen Abschwüngen nach unten, aber insgesamt mussten wir weitere 200m bergauf steigen, wenn auch nicht so steil wie zuvor.

Es war heiß, die Sonne brannte uns ins Genick und mir wurde klar, weshalb es in einer Wegbeschreibung hieß:




Nach Hause ging es dann über den Col de Jou auf einer Schotterpiste hinunter zur Straße nach Sahorre. 
Und da ist es passiert: Im sicheren Gefühl, das Schlimmste hinter uns zu haben ist Sabine in einem Moment der Unkonzentriertheit auf der Straße ins Stolpern geraten und ziemlich heftig niedergeknallt. Eine deutliche Schramme am Knie war die Folge.
Insgesamt waren wir ca 5 Stunden unterwegs.
Hier unsere Wegstrecke zum Nachwandern (!):





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