Frankreich 2015

Frankreich 2015
Pyrenäen Canigou-Massiv

Donnerstag, 4. September 2014

Sonntag 24.8.2014: Vernet-les-Baines

Die 1. Wanderung führte uns am sonnigen Sonntag von Sahorre nach Vernes-les-Baines: Am Ortsausgang der D27 rechts in den Wald und auf anfangs schmalem Pfad zum Col de Vernet und rüber zur Pla d'Amont und auf noch schmaleren Wegen runter nach Vernet.






Im Oktober 1940 hat ein verheerendes Hochwasser den halben Ort zerstört und 48 Todesopfer gefordert, so dass vom Charme eines Belle-Epoque-Bades kaum noch etwas übrig geblieben.  (Mehr Info: Klick):
Dennoch ist Vernet ein nettes Örtchen, mit einem charmanten, sehr frankreich-typischen "Platz der Republik", wo man sich gerne sich aufhält und zum Beispiel den Nachmittagskaffee genießen kann:

Auf gleichem Wege ging es zurück. Eine nette Wanderung und Auftakt zu Größerem!

Mittwoch, 3. September 2014

Samstag, 30.8.2014: Wasserfälle Saint Vincent und Anglais

Heute sind wir von Vernet aus zu den Cascaden von Saint Vincent und Des Anglais gewandert; beide auf ca. 950m Höhe (siehe Karte; vollständiges PDF: Klick)


Auf Hinweisschildern wurde deutlich vor Gefahren durch Steinschlag gewarnt und die Strecke als unzugänglich bei Regen ausgezeichnet. Tatsächlich gab es einige Hindernisse zu überwinden und wieder ging es auf und ab über Stock und Steine:



Nur mit Mühe gelang es mir manchmal, den Weg für Sabine frei zu machen:

Aber wir schafften es zum Ziel:





Auf dem Rückweg sind wir bei Station 3 zur Col de LLavent abgebogen und zum Pic de L'Alzina, weiter auf dem Kamm und auf einem wunderschönen Weg durch lichte Eichen- und Mimosenwälder runter nach Vernet; Dauer: Ca. 5 Stunden. Überall hatten wir wieder eine großartige Aussicht auf die Berge und Täler um uns herum.

(Der Wanderweg wird hier genauer beschrieben: Klick)

Sonntag, 31. August 2014

Sonntag, 31.8.2014: Cascades de Cady


Diese Tour wollten wir schon am Mittwoch machen, wurden aber vom drohenden Gewitter abgehalten. Also nun heute.


Die gesamte Tour - also von Casteil hoch zur Abtei und wieder runter in die Schlucht von Cady bis ans Ende zu den Wasserfällen, ist auch im Internet beschrieben bei:
http://werner-eckhardt.de/wandern/tour.php?SORT=tour&POS=1.67.68.69.127&SPRACHE=de

Der Weg von Casteil zu den Fällen ist alles andere als einfach und dennoch sind uns Erwachsene mit Kindern begegnet, alle vorschriftsmäßig mit Wanderschuhen ausgerüstet. Es geht über Stock und Stein, manchmal ist der Weg schwer zu finden und man muss höllisch aufpassen, immer wieder den gelben Strich zur Orientierung zu finden. Hin zu und zurück sind es etwa 3 Stunden zu gehen.
Suchbild: Wo ist der Weg? Auflösung am Ende von Post "Donnerstag, 28.8.: Wanderung zum "Tour de Gao"





















Das Ergebnis aber entschädigt für die Mühe:




Das war unsere letzte größere Wanderung hier in den Ostpyrenäen. Gerne kommen wir wieder!

Freitag, 29. August 2014

Freitag, 29.8.2014: Wanderung zur "Tambour von Sahorre"

Tambour de Sahorre, August 2014, eigenes Photo

Es sollte eher ein kleiner Ausflug zur sog. "Tambour de Sahorre" (siehe Bericht vom Mittwoch) werden, es gab aber viele Überraschungen:



Schon auf dem Hinweg, unterstützt von Google Maps und einer klassischen Landkarte, wählten wir nicht den oben angezeigten blaugepunkteten Weg, sondern den viel längeren, ausgezeichneten Weg (gelber Strich als Markierung auf Bäumen und Felsen, wie üblich), der uns auf den Col de Fins führte, wo uns ein Gewitter überraschte. Unterwegs nirgendwo ein Hinweis auf "Le Tambour de Sahorre". Erst auf dem Rückweg fanden wir "blau".

Auf dem weg selbst kamen wir zu unser Überraschung kurz oberhalb der Kirche St Etienne auf eine ebenfalls verfallene Bremsberghütte, von der wir noch nichts gehört hatten:



Das war aber nicht die einzige Überraschung: Sabine mit ihren Adleraugen entdeckte am Wegesrand  merkwürdige "Hundehaufen", die sich nach Recherche tatsächlich als "Bärenlosung", also die Scheiße eines Bären herausstellte.
Photo:

In der Luft war wie am Vortage (Gang zum Tour de Gao) wieder ein Adlerpärchen zu beobachten und zu guter letzte wurde Sabine bei einer Pause auf einer kleinen Freifläche mit einer Schlange konfrontiert, was wohl eine Nordiberische Kreuzotter war.


Sabine hat sich gehörig erschreckt, die Schlange aber auch. Photos davon gibt es leider keine!

Schließlich erreichten wir doch noch die Bremsbergtrommel - erst auf den letzten 200m gab es Weghinweise, wo man abbiegen musste - und konnten uns von dem guten Zustand der restaurierten Anlage überzeugen:




Zurück ging es auf dem blau markierten Weg (s.o.), der uns an vielen Brombeeren vorbei führte, die wir nicht den Bären überlassen wollten.
Weitere Info (franz.) zum Tambour: Klick)


Donnerstag, 28.8.: Wanderung zum "Tour de Goa"

Heute eine lange Wanderung von Sahorre zum Tour de Goa und über den Pica de la Pena zurück nach Sahorre.
Steil und steinig ging es bergauf und auch bergab, aber immer mit großartigen Ausblicken auf die Täler und auf das Massiv des Canigou.
Auf dem Rückweg zog von Süden eine dunkle Wolkenwand über die Berge und wir eilten im Sauseschritt von der Pla D'Amont zurück nach Sahorre, ohne einen Tropfen abbekommen zu haben. Eigentlich regnete es überhaupt nicht an diesem Tag, obwohl der Wetterbericht eigentlich "Sturm" bei 28° angekündigt hatte.(Die Qualität der wettervorhersagen über Google, weather.com und Yahoo wären überhaupt eine Satire wert; aber das ist ein anderes Thema.)

Den genauen Verlauf der Wanderung kann man dem PDF entnehmen (Klick); unsere Reihenfolge war: Sahoore - 12 - 11- 9 - 8/10 - 6 - 5 - 4 - 12 und zurück nach Sahorre: 5 Stunden

Bilder:













Auflösung von "Cascades de Cady": Zoomen Sie in das Bild; auf dem hinteren Baum erkennen Sie einen gelben Strich -das ist die Wegmarkierung!

Mittwoch, 27. August 2014

Mittwoch, 27.8.:Sahorre Eisenvorkommen

Schon beim ersten Spaziergang hier in Sahorre sind mir die auffällig rostbraun gefärbten Felsen und Felsbrocken aufgefallen. Das Material ist wie Schieferplatten geschichtet, aber sehr bröselig. Tatsächlich handelt es sich um Eisenerz, das im 19. Jahrhundert sogar hier gefördert wurde und dem kleinen Sahorre wohl zu seinen ungewöhnlich großen Wohnhäusern verhalf. Der Ort muss wohl recht wohlhabend gewesen sein.
Am Rande eines Pfades nach Vernet-les-Baines findet man noch eine alte Abbaustätte, ein größeres Gebäude mit einem außergewöhnlich hohen Gemäuer und ein kleineres, längliches Gebäude, beide sehr stark verfallen. Es handelt sich um eine alte Vorrichtung für eine sog. "Bremsbergtrommel", wie es noch einige um Sahorre gibt. (Bremsberg: Siehe Wikipedia)








Was es damit auf sich hat, kann man einem Reisebericht aus dem Jahr 2010 entnehmen:
http://m.feldbahn-dossenheim.de.tl/Pyren.ae.en-2010.htm, der auf eine renovierte Bremsbergtrommel bei Sahorre hinweist. Wir werden sie besuchen und davon berichten

Überhaupt findet man hier sehr viel interessantes Gestein: Eisenerze, Glimmer, Quarzite und in der Nähe von Vernet auch sehr schönen Granit.

Erzader direkt hinter dem Ortsausgang von Sahorre, an der D6 Richtung Py


Diesen beeindruckenden Fund machten wir heute in der Gorche de Cady, hinter dem Ortsausgang von Casteil:





Dienstag, 26. August 2014

Dienstag, 26.8.: Sahorre/Pyrenäen


Seit Samstag sind wir in Pyrenäen: Beau Vallon in Sahorre:  Klick oder hier bei booking.com: Klick

Leider hat am Montag mein Laptop seinen Geist aufgegeben. Das Schreiben mit dem Tablet ist sehr mühsam für einen Mittsechziger, der nicht täglich twittert whatsappt. Deshalb wird es ab und zu nur Bilder geben. Ansonsten geht es uns sehr gut und wir genießen unseren ersten gemeinsamen langen Urlaub.

Update 26.8. abends: Das Problem scheint behoben zu sein: Windows im abgesicherten Modus gestartet und lange gewartet: Jetzt läuft der Rechner wieder. Hurra!

Sonntag, 24. August 2014

16.8. - 23.8.: Ile d'Oleron

Am Samstag sind wir von Cheverny zur Ile D'Oleron gefahren. 4 Stunden sollte die Fahrt dauern - es wurden über 6, weil es von der Autobahnabfahrt in Saintes 40km nur mit Stop and Go oder im Schritttempo  auf die Insel ging. Was man hätte wissen sollen: Ab 10 Uhr vormittags kommt man am Wochenende kaum noch von der Insel runter und ab 15.00 nicht mehr rauf oder runter. Wir sind hier hier im Zentrum des französischen Tourismus angelangt, alles trifft sich gegen Abend im Supermarche und kauft für die Kleinfamilie groß ein - aber das Wetter ist uns freundlich gestimmt und das tröstet über manches hinweg:


In unserem 25m2-Appartment liegt ein alter, deutscher  Reiseführer aus dem Jahre 2000, in dem es zur Oleron heißt:

"Die zweitgrößte Insel Frankreichs ist zur Saison ziemlich überlaufen", und daran hat sich nach 15 Jahren nichts verändert. Es ist alles noch viel schlimmer geworden: Kilometerlang ziehen sich die Feriensiedlungen hin und kilometerlang stehen auch die Autos an den Zugängen zu den Stränden. Man hätte es eigentlich wissen müssen. Die Insel ist so überlaufen, dass es praktisch keinen Internetzugang über das Handy gibt - die Netzte sind total überlastet. Selbst Telefonieren ist manchmal schwierig. Klagen eines Menschen, der Ursache für die Probleme ist.

Aber insgesamt waren die Tage auf der Insel sehr schön: Wir hatten wunderbares Wetter, der Strand ist ein Traum und die Wohnanlage, in der wir wohnten, war einfach aber zweckmäßig ausgestattet, es fehlte uns nichts. "Gerne Wieder!"








Freitag, 15. August 2014

Freitag, 15.8.: Vendome

Heute haben wir am letzten Tag unseres Loire-Aufenthaltes Vendome besucht. Die Stadt liegt auf halber Strecke zwischen Blois und Le Mans, also auf dem rechten Loire-Ufer, und wird von mehreren Armen vom Fluss "Loir" umflossen, so dass man immer wieder übers Wasser muss.

Vendome ist stark geprägt von Bauten des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, prägend für die Stadt ist aber die Basilika, die bis ins 11. Jahrhundert zurück reicht.
Wikipedia: Klick