Frankreich 2015

Frankreich 2015
Pyrenäen Canigou-Massiv

Dienstag, 23. August 2016

6. - 20. August: Fundstücke

Man muss nicht immer suchen um zu finden  

Arques-la-Bataille




Varengeville-sur-Mer

Es ist ca. 15cm groß, kommt es aus dem Meer oder aus dem All?






Es ist nicht das, was Sie denken, aber was ist es dann?


Austern, die man wohl nicht mehr essen kann

Besuch von Alpha Centauri

Zu- und wieder weggelaufen:


Zugegeben: Nicht gefunden, sondern bestellt. Aber die "Bar-o-metre", die haben wir gefunden.


10. August: Urlaubsabseitiges mit Wiedererkennungswert

Wir fahren mit dem Auto Richtung Südwesten um 2 alte Abteien zu besichtigen: Saint Wandrille und Jumieges. 

In Jumieges waren wir schon bei unserem letzten Urlaub in Dieppe, diesmal soll - auf Empfehlung von Elisabeth - die Abtei Saint Wandrille hinzukommen. Beide Abteien waren einst kulturelle Zentren in der Normandie und stecken voller Geschichte(n). In Wandrille war einst Einhard,  der erste Biograph Karls des Großen, Abt; die Abtei Jumièges steht mustergültig für den "normannischen" Stil im Sakralbau des Mittelalters.

Beide Abteien sind nur noch als Ruinen erhalten, wobei in Wandrille aber noch Mönche leben und arbeiten, wohingegen die Abtei Jumieges seit Jahrhunderten nur noch schöne Ruine ist.

In Wandrille wird leider zur Zeit (oder: immer noch?) gebaut, so dass sich uns der eigentliche Reiz der Abtei nicht erschloss.

Es soll eigentlich ganz hübsch sein.


Auch in Jumieges wird (immer noch) gebaut, dem Besucher wird aber durchaus mehr geboten.





Jetzt kommt's zum Abseitigen:

Jumieges lädt im Sommer immer zu einer Fotoausstellung ein, die wir schon vor 3 Jahren schätzen lernen durften. In diesem Jahr gab es eine umfangreiche Ausstellung zum Thema Portrait de la France en vacances,  u.a. mit Bildern von Martin Parr. 

DAS Foto kenne ich! Ich habe es erst vor 1 Woche in der Augustausgabe von Chrismon  gesehen, als Illustration zu dem Artikel "Der Berg ruft mich nicht" von Thomas Glavinic. 
Von dem heißt es im Vorspann: Er will keiner von den fröhlichen Trotteln sein, die allweil grüßen.

Nun ja, Foto und Text scheinen mir nicht gerade kongruent zu sein.
Ein zweites Foto von Martin Parr weckt ebenfalls eine Erinnerung in mir.

Aufgenommen wurde es offensichtlich von der Piazzala Michelangelo aus, von der schon Millionen solcher Fotos (ohne Kopftuch im Vordergrund) von Florenz geschossen wurden - und Millionen Menschen träumen vermutlich davon, einmal diesen Blick genießen zu dürfen. Oder doch nicht?

An der gleichen Stelle habe ich vor ca. 10 Jahren mit einer Gruppe von Schülern (16-18 Jahre) gestanden und beseelt auf die Stadt herabgeblickt:
Schüler: Herr Wadel, wo ist denn hier der Dom? 
Ich: ???????
Schülerin: Herr Wadel, müssen wir hier noch lange in der Sonne stehen? 
Ich:!!!!!

Als Lehrer wird man halt immer wieder überrascht.

Dienstag, 16. August 2016

6.8. Auf nach Dieppe

Heute beginnt unser Urlaub in Dieppe im schönen Häuschen von Elisabeth: (siehe den Post davor).

Die Anreise über 670km war völlig unspektakulär und dank bip&go  mussten wir auch an keiner Mautstation warten.

Das Auto war schnell entladen und auch das Bücherregal flott gefüllt


Nur noch schnell fürs Wochenende einkaufen bei "Leclerc"



und dann: "geschafft".


Sonntag, 13. März 2016

Ausblick 2016: Dieppe/Normandie

Und wohin geht es 2016?

Zum dritten mal nach Dieppe -  in das Ferienhaus von Elisabeth Uhlemann:



Samstag, 7.9.2015: Finis

Heute geht es zurück:

Am Samstag fahren wir nach Hause, "denn zu Hause ist es am allerschönsten" (R.W.),  solange  die Ferien noch etwas andauern.


FINIS

Freitag, 6.9.2015: Avignon

Sur le pont Sous le palais 

Am Freitag fahren wir nach Avignon - zu unserer Überraschung kann man direkt am alten Papstpalast unterirdisch parken.
Alles, was man in Reiseführern und im Internet (hier und bei Wikipedia) über die großartige Anlage des Palastes und die Stadt  lesen kann, ist wahr. Deshalb erspare ich mir hier die Worte und zeige nur einige Photos von uns:








Donnerstag, 5.9.2015 Orange

Ab nach Hause:

Von Sahorre nach Darmstadt sind das 1100km mit einer Reisezeit von mindestens 11 Stunden. Das haben wir 2014 auf uns genommen, aber diesmal ersparen wir uns diese Tortur.

Also unterbrechen wir die Rückreise für 2 Tage in Orange, der Partnerstadt von Rastatt, 


in unmittelbarer Nähe von Avignon, deren berühmte Brücke wir auch noch nicht gesehen haben.

Wir haben schon zu Hause ein kleines Hotel gebucht (Booking.com) und finden mit Hilfe von Google Maps ganz leicht den Weg dorthin:
Hôtel Saint Jean 2-Sterne-Hotel

"Das Hotel Saint Jean befindet sich im Herzen von Orange, nur 250 m vom römischen Amphitheater entfernt. In einem ehemaligen Poststation aus dem 17. Jahrhundert"


Orange ist eine typische südfranzösische Stadt mit Charakter: Viel Geschichte (Antikes Theater), ein lebendiges Zentrum, angenehmes Klima und ein schmuddeliger Randbezirk um den alten Stadtkern. Der Gegensatz zur Partnerstadt Rastatt ist offensichtlich: Rastatt ist sehr sauber und aufgeräumt, hat auch viel Geschichte (Barockschloss), ist aber im Zentrum meistens ausgestorben und deshalb langweilig. 









Wir bummeln am ´gleichen Tag noch durch die Stadt, besichtigen das Theater und den anliegenden Park, abends gehen wir Essen im Zentrum.







Orange ist sehr entspannend!

Montag, 7. März 2016

Dienstag, 1.9.2015: Tal der Tech

Gegensätze ziehen uns an

Zum Ende des Urlaubs wollen wir die weitere Umgebung aufsuchen und fahren nach Céret und Amélie-les-Bains, zwei kleine Städtchen im Tal der Tech, von Sahorre aus sozusagen hinter den 7 Bergen des Canigou-Massivs.

"Landesweit berühmt ist Céret in Frankreich für sein Kunstmuseum und für seine Kirschen", heißt es bei Wikipedia. 
Was das Kunstmuseum angeht konnten wir dies bestätigen: In dem kleinen, sehr hippen Ort, hoch über dem Fluss Tech findet man eine beeindruckende Sammlung der Arbeiten moderner Maler wie Picasso, Marc Chagall, Joan Miro und anderen. Hierzu Wikipedia: Klick

Dem Ort selbst nähert man sich im Tal über drei Brücken: Einer modernen Straßenbrücke, einer etwas älteren Eisenbahnbrücke und einer steinernen Fußgängerbrücke:"die mittelalterliche Teufelsbrücke, die im 14. Jahrhundert mit einer Bogenspannweite von 45,45m die größte Brücke der Welt war." (Wikipedia)




Natürlich besuchen wir das "Grand Café", einstiger Treffpunkt der Künstler, 
Bild: Von Palauenc05 - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0
und das nebenan liegende Museum, das neben den Werken der großen Meister aktuell Plastiken des Spaniers (Katalanen?) Jaume Plensa zeigt, die uns sehr gefallen:

Von Céret sind wir dann weiter nach Amélie-les-Bains gefahren.  Der Reiseführer sprach eine sanfte Warnung aus: "Amélie-les-Bains [...] erfreut sich unter Asthma- und Rheumakranken großer Beliebtheit. [...] Es gibt kaum moderne Geschäfte, alte Männer sitzen auf den Parkbänken und in der Mittagszeit wirkt der Ort mehr als ausgestorben" (S.480). 
Man hätte noch hinzufügen können: Das Hauptverkehrsmittel im Ort ist der Rollator.

Der Gegensatz zwischen dem jugendlich-hippen, vielleicht schon spät-hippihaften Céret und dem behäbigen, die 50er Jahr konservierenden Amélie konnte kaum plakativer sein, hatte aber auch seinen Reiz. 
Wir beließen es dabei und fuhren durch die sanfte Hügel der Pyrenäenausläufer zurück nach Sahorre.

In den  letzten beiden Tagen im Beau Vallon faulenzen wir: Letzte Einkäufe in Prades, Spaziergang auf den Festungsmauern von Villefranche-de-Conflent, abendliche Rundgänge durch Sahorre. 
Am Donnerstag geht es dann auf den Heimweg.


Ein letzter Blick auf Vernet-les-Bains; rechts der Pic de la Pena, der Berg, der mich noch in meinen Alpträumen verfolgen wird:

Sonntag, 6. März 2016

Montag, 31.8.2015: Nach Perpignan...

... mit dem Zug 

Nach der gestrigen Anstrengung wollen wir die letzten Tage in Sahorre ruhig angehen lassen, unser Vorhaben: mit dem Zug nach Perpignan:

In Villefranche kaufen wir uns die Fahrkarten - und erleben eine positive Überraschung, als wir sie in den Händen halten:


Sehen Sie, was uns verblüfft hat? Wenn nicht, hier die Auflösung: Klick

Perpignan hat eine sehr schöne, lebendige Innenstadt und es sind nicht nur Touristen wie wir, die das Zentrum bevölkern: Schattige Cafes, ein Fluss durch das Zentrum, historische Gassen mit einer Fülle kleiner Läden, in denen man regionale Produkte kaufen kann.
Alles super also? Leider nicht: Während im Zentrum noch überall motorisierte "Straßenpfleger" zu sehen sind, ist schon der Weg zum die Stadt überragenden 'Palais des Rois de Majorque' ein Hindernislauf durch Hundescheiße. Wir haben noch keine Stadt in Frankreich gesehen, die außerhalb des Zentrums so verdreckt ist und in der so dicht beieinander Glanz und Elend zu sehen sind. Schade.

Im Palast selbst finde ich eine interessante Karte zur mittelalterlichen Ausdehnung Kataloniens:


Das ist genau der Bereich, den heute einige katalonische Politiker anstreben, und zum ersten mal wird mir klar, dass man hier ganz selbstverständlich Gebietsansprüche stellt, die auf das 15. Jahrhundert zurückgehen. Willkommen im Europa der Separatisten!
Perpignan war keine Offenbarung für uns.