Frankreich 2015

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Pyrenäen Canigou-Massiv

Sonntag, 24. April 2022

Wandern im Odenwald #2

  Das Wetter ist schön, die Luft ist warm. Am nächsten Tag soll alles anders werden. Also fahren Sabine und ich am Samstag wieder in den südlichen Odenwald zum Wandern.

Im Internet habe ich eine Tour gefunden, die interessant zu werden verspricht:

Der Siegfriedbrunnen und das Rote Wasser von Olfen


Auf dem Nibelungensteig soll es von Grasellenbach zum Siegfriedbrunnen gehen, und von dort zum Roten Wasser bei Olfen, einem Naturschutzgebiet und einem der seltenen Hochmoore im Odenwald. Über Güttersbach wandern wir dann zurück nach Grasellenbach. Die Strecke ist ca.14 km lang.


Auf dem Weg zum Hochmoor treffen wir immer wieder auf Info-Tafeln mit Auszügen aus der Nibelungensage. (In den sechziger Jahren war die Sage noch Schulstoff in den Realschulen Baden-Württembergs!). Der Siegfriedsbrunnen bei Grasellenbach (es gibt noch weitere Brunnen im Odenwald, an denen angeblich Siegfried ermordet wurde) lädt zum Trinken ein. Man kann das Wasser unbesorgt trinken. Es stammt aus einer Trinkwasserleitung der Gemeinde.



Das Hochmoor ist Naturschutzgebiet. Der Wanderweg führt am Rand vorbei. Wie man sieht, hat der letzte Sturm die Birken im Hochmoor ziemlich mitgenommen. Leider ist es noch sehr früh im Jahr. Im Moor blühen noch keine Pflanzen und auch die dort im Sommer  anzutreffenden Feuersalamander bleiben aus. Immerhin: Sabine entdeckt an einer Wasserstelle Laich vom Salamander.



Auf dem Rückweg, kurz vor dem Weißfrauenbrunnen (früher: Bangertsbrunnen) im Tal des Mösselbachs, macht Sabine eine seltsame Entdeckung. Im Feuchtgebiet liegt ein abgestürzter Kinderballon. Ich kämpfe mich durch das Unterholz und entdecke tatsächlich die Reste des Ballons. An einer Schnur hängt ein kleiner Zettel:


Und auf der Rückseite steht: “Gute Reise Oma ♡”


Sehr berührt setzen wir die Wanderung fort.

Eine neue Überraschung kurz vor Grasellenbach weckt meine Aufmerksamkeit: Ein seltsames Tier liegt auf dem Wirtschaftsweg. Eine urzeitliche Fossile eines Wasserkäfers?



"Natürlich”, möchte ich fast sagen, war auch hier der Biber wieder aktiv. Ich verstehe nicht, weshalb man seinem verwerflichen Treiben keine Schranken setzt:


Wandern im Odenwald beruhigt ungemein und sorgt immer wieder für Überraschungen. Mann/Frau muss nur die Augen offen halten (und das gilt auch bei einer Makula-Deformation).

Am nächsten Tag regnet es dann wie angekündigt in Strömen. Ich habe Zeit für diesen Bericht.


Dienstag, 19. April 2022

Wandern im Odenwald- eine kühle Überraschung

Nein, nicht das Wetter sorgte für eine kühle Überraschung, als Sabine und ich am Ostermontag eine Wanderung im Odenwald, genauer: rund ums Mossautal  unternehmen.


Auf halber Strecke, in Untermossau, legen wir am Rathaus eine Pause ein. Sitzbänke laden dazu ein. Ein Schild macht uns neugierig:


Tatsächlich findet sich direkt neben dem Schild, im Boden versenkt, eine Art Naturkühlschrank:


Bier war schon alle. Wir haben uns die letzte Flasche Apfelschorle geholt. Die 2 Euro wurden in die Kasse eingeworfen und danach hatten wir eine erholsame Pause am Rathaus Mossautal. Dankbar für die menschenfreundliche Voraussicht der Mossautaler Dorfverwaltung. 


Überhaupt war der Tag sehr schön, die Wanderung entspannend und das Mossautal angenehm unaufgeregt zu umwandern.


Im Foto oben ist die Dorfkirche von Ober-Mossau  zu erkennen. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und war einst im Besitz der Johanniter. Am Ostermontag war sie offen und so konnten wir eintreten.
Wir waren überrascht und staunten:


Im Innenraum findet man sehr schöne Ausmalungen der vier Evangelisten, symbolhaft dargestellt als Löwe (Markus), Stier (Lukas), Adler (Johannes) und geflügeltem Mensch (Matthäus). Laut Wikipedia stammen diese Darstellungen an der Decke aus dem 15. Jahrhundert. Ein unerwarteter Schatz im Odenwald.

Anmerkung: Die Gemeinde Mossautal besteht aus fünf Ortsteilen: Güttersbach, Hiltersklingen, Hüttenthal, Ober - und Untermossau. Nur die letzten beiden liegen im Mossautal.