Frankreich 2015

Frankreich 2015
Pyrenäen Canigou-Massiv

Sonntag, 31. August 2014

Sonntag, 31.8.2014: Cascades de Cady


Diese Tour wollten wir schon am Mittwoch machen, wurden aber vom drohenden Gewitter abgehalten. Also nun heute.


Die gesamte Tour - also von Casteil hoch zur Abtei und wieder runter in die Schlucht von Cady bis ans Ende zu den Wasserfällen, ist auch im Internet beschrieben bei:
http://werner-eckhardt.de/wandern/tour.php?SORT=tour&POS=1.67.68.69.127&SPRACHE=de

Der Weg von Casteil zu den Fällen ist alles andere als einfach und dennoch sind uns Erwachsene mit Kindern begegnet, alle vorschriftsmäßig mit Wanderschuhen ausgerüstet. Es geht über Stock und Stein, manchmal ist der Weg schwer zu finden und man muss höllisch aufpassen, immer wieder den gelben Strich zur Orientierung zu finden. Hin zu und zurück sind es etwa 3 Stunden zu gehen.
Suchbild: Wo ist der Weg? Auflösung am Ende von Post "Donnerstag, 28.8.: Wanderung zum "Tour de Gao"





















Das Ergebnis aber entschädigt für die Mühe:




Das war unsere letzte größere Wanderung hier in den Ostpyrenäen. Gerne kommen wir wieder!

Freitag, 29. August 2014

Freitag, 29.8.2014: Wanderung zur "Tambour von Sahorre"

Tambour de Sahorre, August 2014, eigenes Photo

Es sollte eher ein kleiner Ausflug zur sog. "Tambour de Sahorre" (siehe Bericht vom Mittwoch) werden, es gab aber viele Überraschungen:



Schon auf dem Hinweg, unterstützt von Google Maps und einer klassischen Landkarte, wählten wir nicht den oben angezeigten blaugepunkteten Weg, sondern den viel längeren, ausgezeichneten Weg (gelber Strich als Markierung auf Bäumen und Felsen, wie üblich), der uns auf den Col de Fins führte, wo uns ein Gewitter überraschte. Unterwegs nirgendwo ein Hinweis auf "Le Tambour de Sahorre". Erst auf dem Rückweg fanden wir "blau".

Auf dem weg selbst kamen wir zu unser Überraschung kurz oberhalb der Kirche St Etienne auf eine ebenfalls verfallene Bremsberghütte, von der wir noch nichts gehört hatten:



Das war aber nicht die einzige Überraschung: Sabine mit ihren Adleraugen entdeckte am Wegesrand  merkwürdige "Hundehaufen", die sich nach Recherche tatsächlich als "Bärenlosung", also die Scheiße eines Bären herausstellte.
Photo:

In der Luft war wie am Vortage (Gang zum Tour de Gao) wieder ein Adlerpärchen zu beobachten und zu guter letzte wurde Sabine bei einer Pause auf einer kleinen Freifläche mit einer Schlange konfrontiert, was wohl eine Nordiberische Kreuzotter war.


Sabine hat sich gehörig erschreckt, die Schlange aber auch. Photos davon gibt es leider keine!

Schließlich erreichten wir doch noch die Bremsbergtrommel - erst auf den letzten 200m gab es Weghinweise, wo man abbiegen musste - und konnten uns von dem guten Zustand der restaurierten Anlage überzeugen:




Zurück ging es auf dem blau markierten Weg (s.o.), der uns an vielen Brombeeren vorbei führte, die wir nicht den Bären überlassen wollten.
Weitere Info (franz.) zum Tambour: Klick)


Donnerstag, 28.8.: Wanderung zum "Tour de Goa"

Heute eine lange Wanderung von Sahorre zum Tour de Goa und über den Pica de la Pena zurück nach Sahorre.
Steil und steinig ging es bergauf und auch bergab, aber immer mit großartigen Ausblicken auf die Täler und auf das Massiv des Canigou.
Auf dem Rückweg zog von Süden eine dunkle Wolkenwand über die Berge und wir eilten im Sauseschritt von der Pla D'Amont zurück nach Sahorre, ohne einen Tropfen abbekommen zu haben. Eigentlich regnete es überhaupt nicht an diesem Tag, obwohl der Wetterbericht eigentlich "Sturm" bei 28° angekündigt hatte.(Die Qualität der wettervorhersagen über Google, weather.com und Yahoo wären überhaupt eine Satire wert; aber das ist ein anderes Thema.)

Den genauen Verlauf der Wanderung kann man dem PDF entnehmen (Klick); unsere Reihenfolge war: Sahoore - 12 - 11- 9 - 8/10 - 6 - 5 - 4 - 12 und zurück nach Sahorre: 5 Stunden

Bilder:













Auflösung von "Cascades de Cady": Zoomen Sie in das Bild; auf dem hinteren Baum erkennen Sie einen gelben Strich -das ist die Wegmarkierung!

Mittwoch, 27. August 2014

Mittwoch, 27.8.:Sahorre Eisenvorkommen

Schon beim ersten Spaziergang hier in Sahorre sind mir die auffällig rostbraun gefärbten Felsen und Felsbrocken aufgefallen. Das Material ist wie Schieferplatten geschichtet, aber sehr bröselig. Tatsächlich handelt es sich um Eisenerz, das im 19. Jahrhundert sogar hier gefördert wurde und dem kleinen Sahorre wohl zu seinen ungewöhnlich großen Wohnhäusern verhalf. Der Ort muss wohl recht wohlhabend gewesen sein.
Am Rande eines Pfades nach Vernet-les-Baines findet man noch eine alte Abbaustätte, ein größeres Gebäude mit einem außergewöhnlich hohen Gemäuer und ein kleineres, längliches Gebäude, beide sehr stark verfallen. Es handelt sich um eine alte Vorrichtung für eine sog. "Bremsbergtrommel", wie es noch einige um Sahorre gibt. (Bremsberg: Siehe Wikipedia)








Was es damit auf sich hat, kann man einem Reisebericht aus dem Jahr 2010 entnehmen:
http://m.feldbahn-dossenheim.de.tl/Pyren.ae.en-2010.htm, der auf eine renovierte Bremsbergtrommel bei Sahorre hinweist. Wir werden sie besuchen und davon berichten

Überhaupt findet man hier sehr viel interessantes Gestein: Eisenerze, Glimmer, Quarzite und in der Nähe von Vernet auch sehr schönen Granit.

Erzader direkt hinter dem Ortsausgang von Sahorre, an der D6 Richtung Py


Diesen beeindruckenden Fund machten wir heute in der Gorche de Cady, hinter dem Ortsausgang von Casteil:





Dienstag, 26. August 2014

Dienstag, 26.8.: Sahorre/Pyrenäen


Seit Samstag sind wir in Pyrenäen: Beau Vallon in Sahorre:  Klick oder hier bei booking.com: Klick

Leider hat am Montag mein Laptop seinen Geist aufgegeben. Das Schreiben mit dem Tablet ist sehr mühsam für einen Mittsechziger, der nicht täglich twittert whatsappt. Deshalb wird es ab und zu nur Bilder geben. Ansonsten geht es uns sehr gut und wir genießen unseren ersten gemeinsamen langen Urlaub.

Update 26.8. abends: Das Problem scheint behoben zu sein: Windows im abgesicherten Modus gestartet und lange gewartet: Jetzt läuft der Rechner wieder. Hurra!

Sonntag, 24. August 2014

16.8. - 23.8.: Ile d'Oleron

Am Samstag sind wir von Cheverny zur Ile D'Oleron gefahren. 4 Stunden sollte die Fahrt dauern - es wurden über 6, weil es von der Autobahnabfahrt in Saintes 40km nur mit Stop and Go oder im Schritttempo  auf die Insel ging. Was man hätte wissen sollen: Ab 10 Uhr vormittags kommt man am Wochenende kaum noch von der Insel runter und ab 15.00 nicht mehr rauf oder runter. Wir sind hier hier im Zentrum des französischen Tourismus angelangt, alles trifft sich gegen Abend im Supermarche und kauft für die Kleinfamilie groß ein - aber das Wetter ist uns freundlich gestimmt und das tröstet über manches hinweg:


In unserem 25m2-Appartment liegt ein alter, deutscher  Reiseführer aus dem Jahre 2000, in dem es zur Oleron heißt:

"Die zweitgrößte Insel Frankreichs ist zur Saison ziemlich überlaufen", und daran hat sich nach 15 Jahren nichts verändert. Es ist alles noch viel schlimmer geworden: Kilometerlang ziehen sich die Feriensiedlungen hin und kilometerlang stehen auch die Autos an den Zugängen zu den Stränden. Man hätte es eigentlich wissen müssen. Die Insel ist so überlaufen, dass es praktisch keinen Internetzugang über das Handy gibt - die Netzte sind total überlastet. Selbst Telefonieren ist manchmal schwierig. Klagen eines Menschen, der Ursache für die Probleme ist.

Aber insgesamt waren die Tage auf der Insel sehr schön: Wir hatten wunderbares Wetter, der Strand ist ein Traum und die Wohnanlage, in der wir wohnten, war einfach aber zweckmäßig ausgestattet, es fehlte uns nichts. "Gerne Wieder!"








Freitag, 15. August 2014

Freitag, 15.8.: Vendome

Heute haben wir am letzten Tag unseres Loire-Aufenthaltes Vendome besucht. Die Stadt liegt auf halber Strecke zwischen Blois und Le Mans, also auf dem rechten Loire-Ufer, und wird von mehreren Armen vom Fluss "Loir" umflossen, so dass man immer wieder übers Wasser muss.

Vendome ist stark geprägt von Bauten des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, prägend für die Stadt ist aber die Basilika, die bis ins 11. Jahrhundert zurück reicht.
Wikipedia: Klick










Kommentar 15.8.

Ich würde ja gerne einen Kommentar zu meinen Posts eingeben, aber leider ist das System störrisch und speichert meine Kommentare einfach nicht ab, egal ob ich sie mit meinem Google-Account oder Anonym eingebe.
Also hier ein Kommentar zu Blois und für "Sven": Danke für die Infos! Houdin war ja auch Namensgeber des noch berühmteren Entfesselungskünstlers Harry Houdini, wie ich bei Wikipedia lesen konnte.





Harry Houdini bei Wikipedia: Klick

Donnerstag, 14. August 2014

Donnerstag, 14.8.2014: Blois

Wir waren wieder in Blois - einfach so, weil uns die Stadt gut gefiel und weil wir unbedingt die "Salamander" sehen wollten, die zum Vergnügen der Kinder jede volle Stunde vor dem Schloss erscheinen.  Salamender deshalb, weil ein Königssymbol der Salamander war, (neben dem Stacheltier). Sabine meint, es seien Drachen, aber seht selbst:




Später fiel mir auf, dass mein Geldbeutel weg war, mit ihm ca. 80€, mein Führerschein, die Kredit- und die Bankkarte. Schreck lass nach! Sofort zurück zur Ausgangsstation unseres Aufenthaltes, das Cafe im Stadtzentrum. Der Ober erkannte Sabine sofort - mein Geldbeutel ward gefunden und konnte mir ohne den geringsten Verlust ausgehändigt werden. In Blois gibt es noch ehrliche Leute, deshalb: auf nach Blois. Die Stadt sei für immer gelobt!

Das Schönste kommt aber zum Schluss (wie immer):
Mir hat schon immer der Bambus im Garten unserer "Closerie" gefallen - aber heute habe ich zum ersten mal genauer hingeschaut und bemerkt, dass durchaus verschiedene Sorten angepflanzt wurden. Die meisten noch mit Bezeichnung, so dass ich mindestens 7 Sorten unterscheiden konnte. Darunter die von mir noch nie in Natur gesehene Sorte "Phyllostachys nigra".Das "nigra weißt ja dauf hin, dass die Farbe Schwarz eine Rolle spielt, wie man gut erkennen kann:






Mittwoch, 13. August 2014

Mittwoch, 13.8.2014 Schloss Villandry

Auch wenn die weitläufige Gartenanlage des Schlosses eine Einrichtung des 20. Jahrhunderts ist, so ist dennoch Villandry einen Besuch wert. Selten hat man einen so wunderbar angelegten, klassischen französischen Garten gesehen. Das Schloss ist natürlich älter und geht in der heutigen Form auf das 16. Jahrhundert zurück.
Mehr dazu bei Wikipedia: Klick









Dienstag, 12. August 2014

Dienstag, 12.8.2014: Chateau Beauregarde

Man hat nicht jeden Tag die Gelegenheit vom Adel persönlich bedient zu werden. Heute war uns das Glück jedoch hold. Wir besuchten Schloss Beauregarde in unmittelbarer Nähe unseres "Zuhause" und machten eine Kaffeepause im fürstlichen Schnellcafe:



"Self de Luxe" ist ja ein klassisches Oxymoron, sollte man meinen, aber es war doch mehr Wahrheit in der Bezeichnung, als man vermuten konnte. Und das kam so:

An der Kasse des "Self" saß eine junge Dame, die zweifellos die Tochter der "Landlady" war und auch die beiden Jungens, die zwischendurch  mit einem Eis versorgt wurden, strahlten in ihren halblangen Lederhosen zweifellos jene Selbstsicherheit im Umgang mit fürstlicher Umgebung aus, wie es eben Adligen blutsmäßig mitgegeben wird. Kurz zeigte sich auch die die Mutter der fürstlichen Kinder und wir genossen zweifellos diese Gelegenheit, für einen kleinen Augenblick am adligen Leben teilhaben zu können.


Soweit das "Self". Das "De Luxe" bekamen wir mit der Rechnung für 2 Kaffees und 2 Stück Kuchen serviert:

Wir lernen daraus: Wenn man als Bürgerlicher vom Adel bedient werden will, muss man ordentlich dafür bezahlen.

Im übrigen präsentierte das Schloss, neben unzähligen gemalten Porträts bedeutender französischer Persönlichkeiten aus der Geschichte, eine originelle Photoausstellung mit Porträts von Hunden angeblich bekannter zeitgenössischer Franzosen: