Frankreich 2015

Frankreich 2015
Pyrenäen Canigou-Massiv

Montag, 2. September 2019

Hermann aus Villefranche

Den vorletzten Tag in den Pyrenäen nutzen wir um letzte Einkäufe zu machen.
In Villefranche gehen wir zu einer kleine Poterie, mehr eine bloße Verkaufsstelle als eine echte Töpferei, und suchen nach einer ähnlichen Salatschüssel, wie wir sie schon vor Jahren hier erstanden haben.

Monsieur ist sehr freundlich und von uns sehr angetan, denn: Monsieur liebt deutsche Schriftsteller und vor allem einen, Hermann Hesse. Er schwärmt von Demian, Narziss und Goldmund und Steppenwolf. Seine Liebhaberei sei sogar so weit gegangen, dass er seinem Sohn den Namen Hermann gab.

Wir sind nicht wenig verblüfft und ich stelle mir vor, wie es meiner Familie gefallen hätte, wenn mein eigener Sohn Aristide, Jean-Paul oder Guillaume hieße. Mir fällt dabei die Geschichte eines Songs von Johnny Cash ein, in dem der Vater seinem Sohn den Namen ‘Sue’ gab, weil ... (Sehen Sie hier und hier, warum.) 


Aus Hermann ist ein netter junger Mann geworden, der sehr zur Zufriedenheit seines Vaters das Geschäft übernommen hat.


Freitag, 30. August 2019

Was macht ein Ch’ti im Conflent?



Er eröffnet in Villfranche de Conflent ein Antiquariat für Illustrierte, Filmheftchen, Filmplakate und alle möglichen bunten Presseerzeugnisse, die nicht nur bei Touristen Interesse finden.
Das  Le Ch'ti Musée de la Presse wird von Bernard Schoenmaeker geleitet. Ein Gang durch das labyrinthisches Archiv sollte man nicht ohne Ariadne-Faden wagen und viel Zeit mitbringen. Der Laden ist ein wahres Paradies für alte Presseprodukte, wenn man sich die Mühe macht zu suchen und finden zu wollen. 




Ich mache einige schöne Entdeckungen, Monsieur Schoenmaeker wird aus dem benachbarten Cafe geholt, und für 5€ bekomme ich einen illustrierten Querschnitt französischer Geschichte von 1899 bis 1944.



Mehr zu den Ch’ti: Klick

Mittwoch, 28. August 2019

Schnell noch einen Abstecher nach Eus

... eines der Plus Beaux Villages de France um weitere Souvenirs zu besorgen. 
Wir waren  schon zu Beginn des Urlaubs in Eus. Von dort hat man einen wunderbaren Blick ins Tal der Têt und auf den Canigou. Außerdem gibt es einige Künstler hier, die sehr schöne Keramiken und Aquarelle herstellen.

Mit einigen Geschenken und einer Grafik verlassen wir Eus und die Pyrenäen. Eine Reproduktion wird uns an die schönen Tage in den Pyrenäen erinnern:


Montag, 26. August 2019

Über Tramayes nach Hause


Über das südliche Burgund geht es nach Hause. Sabine hat wieder ein kleines Maison d'hôtes gefunden, das noch weiter im Süden Burgunds liegt als Cluny, nämlich La Grange Fleurie in Tramayes, in der Nähe von Mâcon.  

Das kleine Hotel kann man unbedingt empfehlen. Es ist geschmackvoll eingerichtet, bietet ein schönes Frühstück und bei Vorbestellung gibt es die Möglichkeit für ein Abendessen. Auch für Vegetarier zu empfehlen! Sehr freundliche Gastgeber, die ursprünglich aus Südafrika kommen.


Tramayes 

überrascht uns durch eine auffallende Aufgeräumtheit. Es gibt einen netten Marktplatz, ein großes Gesundheitszentrum, eine sehr alte Kirche (Saint-Jean-Baptiste)  aus dem 10. Jahrhundert (nicht ganz so selten in Burgund), ein altes Schloss aus dem 16. Jahrhundert (auch nicht gerade eine Seltenheit) und viele ausgeschilderte Spazierwege rund um das Dorf. Alles strahlt eine ländlich-bürgerliche Solidität aus, La France profonde eben.

Jakobsweg


Karte Jakobsweg Cluny / Burgund - Vorey sur Arzon / Auvergne Pilgerbericht Pilgern

Wie erfahren: Tramayes liegt auf dem Jakobsweg, am sogenannten Burgunderweg von Basel nach Le Puy-en-Velay.  Der Ort wird gerne von Wanderern/Pilgern als Aufenthalt gewählt. Seit den Römern führten immer wieder Handelslinien durch Tramayes. Das und die Landwirtschaft trugen und tragen vermutlich immer noch zum Wohlstand des kleinen Ortes bei.

In unserem Hotel treffen wir beim Abendessen zwei deutsche Frauen, die auf dem Weg von Cluny nach Le Puy sind und uns beim Abendessen von den diesjährigen Strapazen beim Wandern in glühender Hitze und Regen berichten. Aber auch von der Stille und der inneren Ruhe beim Wandern durch Burgund. Ob wir das auch mal wagen sollen?

Wer am Wandern auf dem Jakobsweg interessiert ist, dem empfehle ich: Pilgerwissen: Alles rund um Jakobswege und andere Pilgerwege – von Beate Steger


Fini: Das war's dann für 2019


Wir verlassen Burgund nicht ohne ein letztes Souvenir:


Gekauft in der Galerie Artinasale et Gourmande in Cormartin 
die mit einem umfangreichen Angebot an lokalem Kunsthandwerk und regionalen Produkten aufwarten kann. Deshalb: Besuch empfehlenswert.



Montag, 1. Juli 2019

Finis

So, das war's von unserem Urlaub 2019 in Frankreich.
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So, that's it from our 2019 vacation in France.
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Freitag, 9. November 2018

2018 - Dieppe sehen und sterben?

Eher nicht. 
Dieppe ist eine kleine, typisch französische Hafenstadt mit einem erträglichen touristischem Aufkommen und völlig unspektakulärem Alltagsleben - auch wenn man gerne an die Zeiten der Belle Époque anknüpfen möchte mit Kasino, Palasthotel und großer Welt. Immerhin kommen heute noch recht viele Engländer über den Kanal und geben der Stadt einen internationalen Touch, der nicht zuletzt durch die im Freizeithafen liegenden Segelbooten aus Deutschland, Holland, Belgien, Italien und Spanien(!) unterstrichen wird.
Machen Sie sich ein Bild: Webcam auf Drehbrücke und Freizeithafen: Klick


Webcam vom Schloss auf die Seeseite von Dieppe: Klick




Man muss also nicht gleich sterben, wenn man Dieppe sehen will - und zu sehen gibt es in der Stadt und ihrer Umgebung (Varengeville, Pourville, Puy) sehr viel Schönes, wenn man einen Blick dafür hat. So wie die Maler des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts: Monet, Renoir, Pissaro, Turner, Braque und die weniger bekannten James Abbott, McNeill Whistler und Walter Sickert.





Freitag, 8. September 2017

Urlaub 2017: Wandern im Forêt-Noire

Aus verschiedensten Gründen sind in diesem Jahr die ursprünglich geplanten Urlaube und Reisen alle entfallen. Also entschließen wir uns für einige Tage eine sehr beliebtes französisches Waldgebiet aufzusuchen: Forêt-Noire .









Der Forêt-Noire ist bei den Franzosen allgemein wenig bekannt. Er ist aber für Deutsche, Schweizer und, für Festlandchinesen, Taiwaner und Inder ein beliebtes Reiseziel. Für letztere vor allem der Titisee.

Untergebracht sind wir im Hotel Le Péter, bei den Einheimischen eher unter Péterle bekannt:
http://www.hotel-peterle.de/index.html

Allgemein kommt man im Forêt-Noire mit Deutsch recht gut zurecht, in Titisee ist auch Mandarin eine Möglichkeit (zumindest in den örtlichen Geschäften). Problematisch ist aber der Dialekt der Einheimischen, der sich uns nicht richtig erschließt und manchmal für Verwirrung sorgt. Ist das nicht Elsässisch?

Das Hotel Péterle ist in der Region bekannt für sein hervorragendes Restaurant, das viele Bewunderer unter deutschen, schweizerischen und anderen Gästen hat und deshalb gerne aufgesucht wird. Wir buchen deshalb demi-pension, um in den vollen Genuss des Aufenthalts zu kommen.



Wir wollen aber nicht nur die gute Küche genießen, sondern uns auch die Umgebung erwandern und uns richtig erholen!

Noch am Anreisetag machen wir uns nach der Reception direkt auf den Weg und wandern zum Windgfällweiher: 




und am Schluchsee entlang nach Schluchsee-Ort:




Mit dem Zug geht es zurück, so dass wir pünktlich zum dîner am Tisch sitzen:



Tag 2:
Am nächsten Tag wollen wir die berühmte Wutach-Schlucht besuchen. Es gibt einen Weg, der drei Schluchten entlang geht und uns ein echtes Forêt-Noire-Erlebnis verschaffen soll:


Eine Wanderung, die sich lohnt. Gutes Wetter und feste Schuhe vorausgesetzt:3-Schluchten Pfad | Hochschwarzwald Tourismus GmbH 
Genießen Sie auf größtenteils schmalen Pfaden wundervolle Schluchten, bizarre Felsformationen, hochaufstrebende Felswände und sprudelnde Wasserfälle. 


Eine wunderschöne, teils unberührte Natur erwartet uns auf unserer 5-stündigen Tour, die nicht ohne Anstrengung bewältigt wird.







Weil es uns so gut gefällt gehen wir am Ausgangsort nochmals zur Wutach hinunter und wandern ein Stück flussaufwärts:





Abends im Restaurant wieder dîner:




Tag 3: 
Wir wandern wir nach Lenzkirch und von dort zum Schluchsee-Ort und wieder zurück nach Falkau zum Hotel Péterle. 



Auch diese Wanderung ist sehr lang, mehr als 5 Stunden, aber mit vielen reizvollen Ausblicken und einer Rast in einer ferm mit einer bonne dégustation:






Unterwegs begegnen wir Emma. Unsere sprachlichen Kontaktversuche ignoriert Emma vollständig. Es bleibt unklar, ob sie lediglich indisponiert ist oder ob sie nur den regionalen Dialekt versteht; auf Deutsch und Französisch hat es nicht geklappt:

Am Schluchsee beobachten wir das wagemutige Schauspiel eines kleinen Jungen (Suchbild!)



Abends dîner:



Tag 3: Das Wetter schlägt um: Es wird kühl und es regnet – aber wir machen uns dennoch auf den Weg über Bärental nach Titisee und zurück über die Höhe ins Hotel: Nass




4.Tag und Abreise
Das Wetter ist weiterhin schlecht, was uns den Abschied sehr erleichtert:



Au revoir, Forêt-Noire! À bientôt