In Villefranche gehen wir zu einer kleine Poterie, mehr eine bloße Verkaufsstelle als eine echte Töpferei, und suchen nach einer ähnlichen Salatschüssel, wie wir sie schon vor Jahren hier erstanden haben.
Monsieur ist sehr freundlich und von uns sehr angetan, denn: Monsieur liebt deutsche Schriftsteller und vor allem einen, Hermann Hesse. Er schwärmt von Demian, Narziss und Goldmund und Steppenwolf. Seine Liebhaberei sei sogar so weit gegangen, dass er seinem Sohn den Namen Hermann gab.
Wir sind nicht wenig verblüfft und ich stelle mir vor, wie es meiner Familie gefallen hätte, wenn mein eigener Sohn Aristide, Jean-Paul oder Guillaume hieße. Mir fällt dabei die Geschichte eines Songs von Johnny Cash ein, in dem der Vater seinem Sohn den Namen ‘Sue’ gab, weil ... (Sehen Sie hier und hier, warum.)
Aus Hermann ist ein netter junger Mann geworden, der sehr zur Zufriedenheit seines Vaters das Geschäft übernommen hat.
