Frankreich 2015
Pyrenäen Canigou-Massiv
Sonntag, 8. September 2019
Artistik auf dem Gipfelkreuz
Abfahrt: 8:30
Abmarsch Cortalet: 10:30
Ankunft Gipfel: 12:30
Ankunft Cortalet: 15:00, einige Pausen dazwischen
Die zwei Wochen in Vernet sind noch schöner als die früheren Aufenthalte in dieser Gegend: Wir besteigen den Canigou (2700m), allerdings aus einer Starthöhe von 2000m, was dennoch eine reife Leistung ist, wie ich finde. Wir haben wie in den vergangenen Tagen super Wetter, klar und warm, so dass der Aufstieg völlig unproblematisch sein wird.
Madame hat uns einen Landrover-Fahrer vermittelt, um 8:30 werden wir abgeholt, und zusammen mit einem deutschen Paar geht es los. Auf einer holprigen Piste, dem Chemin Forestiere de Balaig, der mehr einem ausgetrockneten Bachlauf ähnelt als einem befahrbaren Weg, werden wir in zwei Stunden von Vernet hinauf zur Refuge des Cortalets gerüttelt und geschüttelt.
Atemberaubende Ausblicke auf Gipfel und in Abgründe lenken uns vom rumpeligen Weg ab.Ich sitze im Landrover, halte mich sehr fest an den Haltegriffen und erinnere mich an die alptraumhaften Berg-und Talfahrten auf den Jahrmärkten meiner Kindheit. Schön, wenn man alt ist.
Der eigentliche Aufstieg beginnt an der Refuge. Über den Pic Joffre (2560m) erreichen wir auf kontinuierlich ansteigendem, felsigem Pfad nach zwei Stunden den Gipfel des Canigou.
Wir überholen den ein oder anderen Wanderer und manchmal ganze Gruppen. Oben angekommen fühle ich mich gut und viel besser als befürchtet. Sabine fühlt sich eher unterfordert:
Am Gipfel ergibt sich ein erstaunliches Bild
In Wirklichkeit war die Szene noch viel verrückter. Die junge Frau stand nicht nur frei auf der Querstrebe des Gipfelkreuzes. Sie breitete auch noch weit die Arme aus und dirigierte ihre Freundin, dass auch ein wirklich aufregendes Foto entstünde.
Ich bin platt und realisiere erst Minuten später, was ich da gesehen habe.


